yoga

Was ist Yoga?

Allgemein ausgedrückt ist Yoga eine Philosophie, die sich im indischen Raum vor Jahrtausenden entwickelt hat. Das große Ziel ist vollkommene Selbsterfahrung.

Wenn man das so liest, würde man meinen, Yoga ist nur etwas für weltfremde Menschen, die im Himalaya Gebirge ein einsames, karges Leben führen. Diese Menschen gibt es natürlich, aber für die meisten Menschen ist Yoga etwas ganz Praktisches.

Für mich ist Yoga ein Weg, die eigene Aufmerksamkeit zu schärfen. Diese hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffen. Bessere Entscheidungen sind Entscheidungen, die uns helfen, Körper, Geist und Seele gesund zu erhalten oder wieder gesund werden zu lassen.

 

Ashtanga Yoga – Die Basics

Wer oder Was bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?  – sind wohl die Fragen, die Menschen zur Selbstanalyse und zum Beobachten der Natur getrieben haben. Mit viel Geduld und Übung wurden Antworten gefunden. Gemeinsame Erkenntnisse wurden zusammengetragen und mit der Zeit entwickelte sich ein Pfad, den man Yoga nannte. Diese Praktiken wurden vom Meister (Guru) an Schüler übermittelt. Letztendlich wurden sie eines Tages vor über 2.500 Jahren  von dem Weisen Patanjali systematisch und in meisterhafter Form in 196 Sutren niedergeschrieben.

Diese Yoga Sutren sind eine systematische Konzentration des Yoga Pfades in 196 relativ kurzen Sätzen. Patanjali teilte seine Yoga Sutren in vier Kapiteln ein und beschreibt Yoga als achtteiligen Pfad. „Ashtanga“ bedeutet, aus dem Sanskrit (die sehr alte Sprache die damals verwendet wurde) übersetzt, „8 Glieder“ – wie die 8 Glieder einer Kette oder auch „8 Sprossen/Stufen“ einer Leiter bzw. Treppe. Lebt man diesen Pfad – erreicht man das höchste Ziel des Yoga.

Die 8 Glieder/Stufen sind:

Yama (Das Verhalten Anderen gegenüber)

Niyama (Das Verhalten sich selbst gegenüber)

Asana (Übungen der Yogastellungen)

Pranayama (die „Erweiterung des Atems“)

Pratyahara (das Sich-nach-Innen-Ausrichten und Zurückziehen der Sinne)

Dharana (Konzentration)

Dhyana (Meditation)

Samadhi (Kontemplation, Einswerdung)

 

Yoga mit mir

Wer oder Was  bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? – sind einerseits die Fragen, die mich bewegen. Andererseits faszinieren mich die vielen praktischen Vorteile, die sich mit dem regelmäßigen Üben einstellen.

Wir alle wollen glücklich sein – wir alle brauchen Bewegung – wir alle brauchen eine Ernährung, die unserem Körper ermöglicht, gesund zu bleiben – wir alle brauchen eine saubere Umwelt mit sauberem Wasser und sauberer Luft  – wir alle wollen geliebt werden und lieben – wir alle wollen uns entfalten und ein erfülltes Leben haben – wir alle brauchen ein gewisses Maß an Bequemlichkeit – wir alle sind kreativ und intelligent – wir alle brauchen eine Lebensweise, die unsere Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten fördert. Wir alle haben vieles gemeinsam. Alles ist miteinander verbunden. Praktisch betrachtet sind wir alle in erster Linie Lebewesen, die sich einen ressourcenreichen Planeten teilen. Diese Erkenntnis und die dementsprechende Lebensweise sind für mich Spiritualität.

Ich bin weder ein Guru, noch ein Meister irgend einer der 8 Stufen des Ashtanga Yoga. Ich habe aber etwas Selbstverantwortung übernommen und versuche, aus meinen (und unseren) Handlungen und Erfahrungen so gut ich kann zu lernen. Dabei konzentriere ich mich auf die Freude und Mitfreude. Für mich ist es der einfachste Weg zum glücklichen Miteinander.

Yoga Asanas habe ich 2005 kennen gelernt. Damals ging es mir primär um die körperliche Fitness und Flexibilität. Zum einen konnte ich es nicht glauben, dass ich so unbeweglich war, zum anderen habe ich mir fix vorgenommen, das Problem mit meiner rechten Schulter zu lösen. Auf die war kein Verlass mehr. Dafür waren jahrelanges Badminton spielen, die „normale“ österreichische Kost und alles, was mit einem durchschnittlichen Leben eines IT System Administrators verbunden ist, verantwortlich.

Durch regelmäßiges Üben wurde die Schulter schnell wieder geheilt und bald entdeckte ich, dass Yoga nicht nur eine Art Sport ist. Ich merkte schnell, dass ich nicht alleine war mit meinen neugierigen Fragen und auch nicht mit meinen Bedürfnissen. Es ist eine wahre Freude zu erkennen, dass man nicht der einzige Verrückte auf der Welt ist. Seit Jahrtausenden gibt es einen endlosen Strom an Menschen, die all das, was mich auch antreibt, mit mir teilen.

Mittlerweile habe ich meine Lebensweise komplett verändert und bin wesentlich glücklicher und gesünder, als ich es vorher war. Ich lebe nachhaltiger und bemühe mich um Integration.

Letztendlich habe ich 2008/2009 eine neunmonatige, intensive Ausbildung zum Diplomierten Yoga Lehrer, in Indien im Kaivalyadhama Yoga Institute in Lonavala/Pune absolviert.

Seit Juli 2010 bin ich nun selbständiger Yoga Lehrer in Österreich und versuche meine Erfahrungen so gut ich kann zu teilen.